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Der Tag der Wahrheit

Geschrieben von Peter am 07. Januar 2008, 22:46:22
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So, heute ist es soweit, dachte ich mir als ich aufgewacht bin. Natürlich habe ich sehr unruhig geschlafen. Ich glaube ich habe durch die Aufregung fast nichts geschlafen. Ich muss gestehen, ich habe schon wieder mit dem Gedanken gespielt den heutigen Gang ins Spital zu verschieben. Nennt es Dummheit, nennt es Angst, ich weiß es nicht.

Auf jeden Fall bin ich in der Früh zuerst in die Arbeit gefahren. Im Hinterkopf immer die Stimme soll ich oder soll ich nicht, soll ich oder...

Ich bin in der Früh zuerst einmal zu meinem Freund und Arbeitskollegen gegangen, und sagte Ihm das er heute den Frühdienst usw. erledigen muß weil ich ins Spital fahre. Er fragte warum und ich sagte Ihm halt irgend etwas stimmt mit meinem Ei nicht. Er war zwar etwas genervt weil die anderen Arbeitskollegen an diesem Montag anscheinend noch geschlafen haben und noch nicht so richtig bei der Sache waren. Aber war mir eigentlich egal.

Danach bin ich gleich rauf zum Chef um Ihn das gleiche zu sagen. Ich geh jetzt ins Spital weil mit meinem Hoden was nicht in Ordnung ist. Er sagte ok, und ich soll dann wenn ich fertig bin und etwas weiß Bescheid geben.

Gesagt getan, auf ins Spital. Bei der Anmeldung in der Urologischen Ambulanz am Pavillion 4 angemeldet (logisch) eine Nummer bekommen und mal gewartet. Man(n) glaubt nicht wie lange die Minuten werden können! Nach ungefähr einer halben Stunde ist meine Nummer dran.

Der Arzt, sehr nett fragte was mich zu Ihm führt. Ich erklärte Ihm alles, eben das mein linker Hoden größer und härter geworden sei. Er sagte ok machen wir einmal einen Ultraschall der Hoden. Zuerst der besagte linke Hoden. Seine ersten Worte waren "Das muss raus, das gehört da nicht rein" Schock!

Zum Vergleich zeigte er mir natürlich auch den rechten Hoden am US, der in Ordnung war. Auf meine Frage ob es sich um zb. eine Verkalkung oder frühere Verdrehung handeln könnte meinte er ja, es könnte sein. Zu 80% ist es aber etwas, wahrscheinlich ein Tumor, der da nicht hingehört.

TUMOR. Ok der nächste Schock, irgendwie. Er beruhigte mich aber und sagte das wenn es der Fall ist, Hodenkrebs der Krebs ist den man am besten heilen kann. Dann ging alles eigentlich sehr schnell. Er wollte mich noch am gleichen Tag operieren um keine Zeit zu verlieren, das ging sich aber nicht aus. Also ging ich einmal Blut abnehmen und in die Anästhesie Ambulanz für die OP Freigabe. In der Anästhesie Ambulanz passte alles, Blutsauerstoff bei 99%. Der OP Termin für die Entfernung des linken Hodens wurde für morgen, den 8.1.2008 angesetzt.

Nachdem ich das alles verdaut habe bei einer Zigarette und einem Kaffee im Spital, bin ich wieder in die Arbeit gefahren. Dort habe ich meinem Chef gesagt das ich Morgen operiert werde, Verdacht auf Hodenkrebs. Er war nicht wirklich begeistert, und ich soll mich melden wenn ich genaueres weiß. Nachher bin ich runter zu meinen Arbeitskollegen, nächster Kaffee und Zigarette und die Neuigkeit verbreitet. Wir haben darüber eigentlich recht locker gesprochen und Scherze darüber gemacht. Weil früher, wenn in der Arbeit etwas nicht ok war habe ich immer gesagt "mir fallen die Eier runter". Nun das hat sich anscheinend bewahrheitet.

Zuhause angekommen habe ich das Untersuchungs Ergebnis meiner Frau erzählt. Nun man kann sich vorstellen das da auf einmal eine kleine Welt zusammen gebrochen ist. Tränen usw... Aber immer der Satz dabei "es wird wieder alles gut werden" Im gleichen Atemzug jedoch teil mir meine Frau mit das irgend etwas mit der Schwangerschaft nicht stimmen würde. Also haben wir uns ausgemacht das Sie ebenfalls zum Arzt gehen soll. Die Diagnose verbreitete sich dann in der Familie recht schnell. Nur meiner Mutter habe ich noch nichts gesagt. Da Sie selber vor rund 4 Jahren Darmkrebs hatte, möchte ich es Ihr erst sagen wenn die OP vorbei ist, und das Blut und CT Ergebniss vorliegt.

Wie ich so meine Sachen für den Spitals Aufenthalt zusammen gesucht habe, sind mir natürlich viele Sachen durch den Kopf gegangen. Direkt Angst hatte ich jedenfalls nicht, oder noch nicht. Vor der OP selber auf keinen Fall. Ich hatte 1991 selber einen schweren Motorradunfall mit Fremdverschulden und fast tödlichem Ausgang. 13 Blutkonserven, Nierenriss, Leberriss und Lungenriss, Entfernung der Gallenblase und 1 Monat Intensivstation. Wäre ich damals nicht mehr aufgewacht, ich wüsste es heute nicht. War eine Scheiss Zeit damals, also kann es eigentlich nicht schlimmer werden. Vielleicht finde ich ja später etwas Zeit um über diesen Unfall etwas ausführlicher zu erzählen. Wäre das erste mal. Des weiteren habe ich mir auch vorgenommen das ich heute meine letzte Packung Zigaretten rauche. Ich hoffe jedoch nur, das es noch keine Metastasenbildung in Lunge und Hirn gibt. Wir werden ja sehen.
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