Hier geht es mir in erster Linie darum in der ohnehin schlimmen Zeit der Krankheitsbewältigung Euch einige Erfahrungen nahezulegen, um auch Euren Arbeitsplatz zu sichern.
Viele fragen sich nach der Diagnosestellung natürlich auch wie es weitergehen soll. Meist dauert die Behandlung mehrere Monate, und nicht jeder ist in der Lage, bzw. hat er einen Körperlich schweren Beruf, in dieser Zeit seiner Erwerbstätigkeit zu 100% nachzugehen. Meist endet dies dann mit einer Kündigung durch den Arbeitgeber.
Das muss nicht sein!
Sobald die Diagnose Krebs gestellt wurde, egal jedoch um welchen Krebs es sich handelt, solltet Ihr einen Feststellungsantrag beim Bundessozialamt einbringen.
Diesen findet Ihr auf der Webseite des
Bundesozialamtes im Word Format und kann dort auch heruntergeladen werden.
Diesen dann ausfüllen, sämtliche Befunde und Therapien was die Krankheit betreffen als Kopie beilegen, und eingeschrieben aufgeben.
Der Sachverständige des Bundessozialamtes entscheidet dann über den Grad Eurer Behinderung, sowie über die Zugehörigkeit zum Kreis der begünstigten Behinderten (mindestens. 50% erforderlich). Ist der Bescheid positiv, dann gilt dieser im Normalfall rückwirkend ab Diagnosestellung.
Jetzt habt Ihr einmal einen Kündigungsschutz. Danach bekommt Ihr ein schreiben mit welchem Ihr dann den Antrag auf Ausstellung für einen Behindertenausweis stellen könnt.
Dieser ist jedoch nicht mit dem Ausweis zu verwechseln welcher zum Parken auf Behindertenparkplätzen berechtigt, oder mit welchem man sich die Motorbezogene Steuer beim KFZ spart.
Dieser Ausweis nennt sich dann "Ausweis nach § 29 b der Straßenverkehrsordnung". Diesen muss man dann bei den Bezirksverwaltungsbehörden/Magistraten beantragen (Vorsprache beim Amtsarzt).
So, ich hoffe ich konnte, was den Punkt Arbeitsplatz angeht, für Euch etwas Licht in die Sache bringen.